Drogenprävention
Als Träger, der aus der Suchthilfe kommt, ist uns die Sucht- und Drogenprävention ein besonderes Anliegen. Neben klaren Regeln im Umgang mit Suchtmitteln, die mit den Jugendlichen immer wieder neu erarbeitet werden, sind jugendspezifische Beratungs- und Kursangebote (in Kooperation mit der Drogenberatungsstelle des WENDEPUNKT) sowie Drogentests feste Bestandteile unserer Suchtarbeit. In Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Stadtroda werden im Einzelfall auch stationäre Entgiftungen vorgenommen.
Schulverweigerung
Der dritte Schwerpunkt ist das Thema Schulverweigerung. Viele Jugendliche, die der Jugendhilfe bedürfen, haben auch Probleme im schulischen Bereich und sind oft sogenannte "Schulverweigerer". Mit einem speziellen Angebot einer Kleingruppenbeschulung (Förderklasse und BVJ) und individuellen Fördermaßnahmen versuchen wir, die Jugendlichen in die Regelschulen zu integrieren und zu einem Hauptschulabschluss zu führen. Um dies noch wirkungsvoller leisten zu können, sind wir seit 2008 auch Koordinierungsstelle des ESF-Projektes "Schulverweigerung – Die 2. Chance".
Anti-Aggressionstraining
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Umgang mit Gewalt und Aggression. Mit Gesprächen, Entspannungstechniken, Konfliktbewältigungsprogrammen, sportlichen Aktivitäten, einem speziellen Anti-Aggressionstraining und rechtlichen Konsequenzen versuchen wir dem zu begegnen. Zudem haben 2008 alle Erzieherinnen und Erzieher eine Mediatorenausbildung absolviert, die speziell auf das Thema „Gewalt in der Jugendhilfe“ zugeschnitten war. Im Jahre 2009 wird die Thematik durch eine Anti-Gewalt-Trainerausbildung vertieft. Wir versprechen uns davon, noch besser und wirkungsvoller den vielfältigen Facetten von Gewalt und Aggression begegnen zu können und unser eigenes Repertoire im Umgang mit den Jugendlichen und mit Betroffenen zu erweitern.
Husky-Projekt
Der vierte Schwerpunkt bildet das „Husky-Projekt“ ein Angebot der Tiergestützten Pädagogik und Therapie. Drei Sibirian Huskys werden hier unter der Anleitung einer Fachkraft für tiergestützte Pädagogik und Therapie von Jugendlichen der Einrichtung versorgt, gepflegt, ausgeführt und trainiert. Einerseits bietet das Gelände in Wolfersdorf ideale Voraussetzungen für dieses Projekt, andererseits hat die tiergestützte Pädagogik und Therapie gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten und psychosomatischen Störungen viele positive Effekte und Wirkungen und ist daher zum wichtigen Bestandteil unserer Arbeit geworden.