Wann ist eine Familie suchtkrank?

Eine Familie ist „suchtkrank“, wenn hierzu bereits Auffälligkeiten über eine Psychosoziale Beratungsstelle / Suchtberatungsstelle, durch das Jugendamt sowie durch medizinisches/therapeutisches Fachpersonal bekundigt wurden.

Dabei kann mit Unterstützung der SPFH-Sucht und anderen spezifischen Institutionen abgeklärt werden, ob hierzu professionelle Hilfen/Maßnahmen ratsam wären.

Die SPFH-Sucht kann in allen Familien eingesetzt werden, die sich im Kontext einer Suchtproblematik eines oder beider Elternteile in Krisen- und Belastungssituationen befinden, mit deren Bewältigung sie alleine überfordert sind. Wir geben Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe.

Mehr erfahren: Sozialpädagogische Familienhilfe-Sucht

Wie läuft die Sozialpädagogische Familienhilfe-Sucht ab?

Planungs- und Vorbereitungsphase

  • das Thema „Beziehungs- und Vertrauensaufbau“ bekommt mit den Kindern, Eltern und Angehörigen eine hohe Priorität
  • gemeinsam wird ein individuelles Arbeitskonzept für die Familie zur Verhaltensänderung erarbeitet
  • das Arbeitskonzept wird durch ein Gespräch mit dem zuständigen Jugendamt besprochen und die Unterstützung genehmigt

Umsetzungs- und Durchführungsphase

  • prozessbegleitende Hilfeplan- und Hilfeplanfortschreibungsgesprächen
  • Ausführen des Hilfeplanes entsprechend der Leistungsbeschreibung
  • Initiieren von (sucht)spezifischen Angeboten
  • Teilnahme an Helferkonferenzen
  • Dokumentieren der Arbeitsvorgänge und Leistungsnachweise
  • Teilnahme an Teambesprechungen, Kollegialer Beratung und Supervision

Prozessbegleitende Kontrolle des Zielerreichungsgrades

  • Bestärkung und Motivation
  • gegebenenfalls Korrektur der Interventionen

Für wen kommt die „Hilfe zur Erziehung” in Frage?

  • Familien, die Schwierigkeiten mit einer stoffgebundenen Sucht haben – z. B. Alkoholsucht, Medikamentenabhängigkeit, illegale Drogen
  • Familien, die Schwierigkeiten mit Verhaltenssüchten haben – z. B. Spielsucht, Kaufsucht
  • Familien, die sich aufgrund einer Suchtproblematik in Krisen- und Belastungssituationen befinden

An wen kann ich mich wenden?

Heike-Adler-Einrichtungsleiterin-Psychosoziale-Beratungsstelle

Heike Adler
Einrichtungsleiterin Sozialpädagogische Familienhilfe - Sucht

Telefon: 036691 5720-50
Fax: 036691 5720-29
psbs@wendepunkt-ev.net

Die fachliche Definition lautet „Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen, im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Zeit angelegt und erfordert die Mitarbeit in der Familie.“ (§31 SGB VIII)